Flugreisen: Bester Sitzplatz für Reisekranke

Dezember 28th, 2006

Wird Ihnen im Flugzeug leicht schlecht, dann sollten Sie beim Buchen beziehungsweise Einchecken um einen Platz in Höhe der Flügel bitten. Hier sind die Bewegungen des Flugzeugs am geringsten zu spüren. Der Grund: Die Flügel bilden die Drehachse des Flugzeugs.

Außerdem sollten Sie sich um einen Fensterplatz bemühen. Sie können dann im Falle eines Falles Ihren Magen beruhigen, indem Sie einen weit entfernten Punkt am Horizont fixieren. Das gibt Ihrem Gleichgewichtssinn einen Bezugspunkt, die Übelkeit lässt so nach. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie bei Tageslicht fliegen.

Fliegen: Achtung, Hintermann!

Oktober 1st, 2006

Wenn Sie im Flugzeug unterwegs sind, erleben Sie drückende Enge. Deshalb sollten Sie sich entsprechend rücksichtsvoll verhalten.

Besonders das Verstellen der Rückenlehnen will vorsichtig angegangen werden.

- Stellen Sie die Lehne nicht mit einem Ruck zurück, sondern neigen Sie sie langsam. So hat ein Hintermann mit langen Beinen zumindest noch eine Gelegenheit, seine Knie wegzubekommen.

- Höfliche Menschen drehen sich kurz um und sagen Bescheid, dass sie ihre Lehnen neigen.

- Konfliktherde sind die Sitzreihen vor den Notausgängen. Deren Lehnen lassen sich meist nicht neigen. Wenn Sie in der vorletzten Reihe Ihre Lehne umlegen, kann ihr Hintermann nicht ausweichen und hat Ihre Lehne in nur wenigen Zentimetern Entfernung vor sich. In diesen Fällen sollten Sie sich vielleicht mit der halben Neigung begnügen.

Flugreisen: Mit niedriger Luftfeuchtigkeit umgehen

September 24th, 2006

So schützen Sie sich vor der niedrigen Luftfeuchtigkeit an Bord:

- Schützen Sie Ihre Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen. Besorgen sie sich vor dem Abflug ein Meerwasserspray aus der Apotheke. Sprühen Sie es während des Fluges immer wieder in die Nase. Während Sie schlafen, legen Sie am besten ein feuchtes Stofftaschentuch über Mund und Nase. Feuchten Sie es mit Trinkwasser an. Das Leitungswasser in den Toiletten ist chemisch behandelt und zum Durchatmen nicht geeignet.

- Nehmen Sie eine Feuchtigkeitscreme für Hände und Lippen mit. Benutzen Sie diese je nach Bedarf.

- Trinken Sie pro Flugstunde einen viertel Liter Wasser. Das beugt der Austrocknung des gesamten Organismus vor. Nehmen Sie am besten kohlensäurearmes Wasser zu sich. Vermeiden Sie schwarzen Tee, schwarzen Kaffee und Cola. Diese Getränke entziehen dem Körper mehr Flüssigkeit als sie ihm zuführen. (siehe auch Tipp Flugreisen: Viel trinken, aber keinen Alkohol).

Guten Flug

Tipps gegen Flugangst - Flugangst überwinden

September 20th, 2006

Laut Untersuchungen leidet jeder 8. Deutsche unter Flugangst. Sollten Sie auch dazu gehören, sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen.

1. Trinken Sie vor Reiseantritt keinen Kaffe oder Alkohol.

2. Seien Sie pünktlich: Das trägt viel zu Ihrer Beruhigung bei.

3. Lassen Sie sich einen Platz in der Mitte des Flugzeugs geben - dort spüren Sie eventuelle Turbulenzen am wenigsten.

Tipps bei einem Flugzeugunfall

September 15th, 2006

Wenn man bei einem Flugzeugunfall ein paar Regeln beachtet, können sich die Chancen für das eigene Überleben beträchtlich erhöhen.

Schuhe anbehalten
Das Szenario nach einer Bruchlandung: Der Kabinenboden besteht nur noch aus scharfkantigen Metalltrümmern, überall liegen spitze Kunststoffsplitter verstreut. Barfuß durch diese Hölle? Besser nicht, deshalb: Bei Start und Landung immer die Schuhe anbehalten. Auch bei einer Evakuierung der Maschine über Notrutschen bleiben die Schuhe angezogen (entscheidende Ausnahme: hochhackige Pumps, die die Rutsche zerreißen könnten).

Kleidung aus Naturfasern
Bei Feuer sind Leder oder Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle am besten, künstliche Fasern wie Polyester oder Nylon können bei Hitze schmelzen. Frauen sind Hosen zu empfehlen, enge Röcke können bei der Evakuierung hinderlich sein.

Kontaktlinsen tragen
Dies gilt natürlich nur für Brillenträger, die Kontaktlinsen besitzen. Ansonsten: Vor einer Notlandung die Brille absetzen, um die Augen vor Verletzungen durch eventuell brechendes Glas zu schützen.

Sicherheitsgurte straffen
Die Sicherheitsgurte müssen bei Start und Landung straff über die Hüften gespannt sein, sonst besteht bei einem Unfall die Gefahr, darunter herauszurutschen und sich innere Verletzungen zuzuziehen. Während des Fluges sollten die Gurte ständig angelegt sein, dann reicht eine lockere Spannung.

Richtige Körperhaltung
Wenn Ihr Flugzeug notlanden muß, ist die richtige Körperhaltung wichtig. So verhindern Sie Kollisionen mit umherfliegenden Gegenständen (und auch schwere Verletzungen): Entweder Kopf auf die Knie und die Oberschenkel mit den Armen umklammern. Falls der Platz dafür nicht reichen sollte: Beugen Sie den Oberkörper nach vorn und legen Sie den Kopf auf die gekreuzten Arme, während die Hände fest die Oberkante der Lehne des Vordersitzes umklammern.

Sitzplatzwahl
Welcher ist der sicherste Sitzplatz? Alle Experten sagen: Den gibt es nicht, dazu sind die Unfälle zu unterschiedlich. In der Nähe eines regulären Ausgangs oder direkt an einem Notausstieg über den Tragflächen zu sitzen ist jedoch nie verkehrt. Nur: Fast alle Türen wollen verschieden geöffnet werden. Deshalb die Sicherheitskarte aus der Sitztasche nehmen und genau durchlesen. Sie klärt über die Funktionsweise der jeweiligen Ausstiege auf.

Simulation im Kopf
Spielen Sie vor dem Start einen Notfall im Kopf durch! Wo liegt der nächste Ausgang? Wie kann ich ihn öffnen? Wo befindet sich ein alternativer Ausstieg, falls der erste versperrt oder unbenutzbar ist? Zählen Sie die Sitzreihen bis zum nächsten Ausstieg, denn nach einer Bruchlandung ist die Kabine oft verqualmt und die Notbeleuchtung am Boden ausgefallen. Aber verlassen Sie das Flugzeug erst, wenn die Crew ihr Okay dazu gibt. Sonst kann der Sprung aus dem Flieger nicht auf die Rutschbahn, sondern ins Leere gehen. Oder man wird - falls die Triebwerke noch laufen - von den Turbinen angesaugt.

Billigflugzeuge erkennen

September 6th, 2006

Schon mal was von einem “Last Crew Call” gehört? Das ist die Situation, wenn das Flugzeug und die Passagiere startbereit, aber der Pilot und seine Crew leider unauffindbar sind – und ausgerufen werden müssen. Das gab’s schon mal bei der Sultan Air auf dem Düsseldorfer Flughafen. Die Sultan Air existiert nicht mehr. Wenn Sie länger als manche Billigflieger leben wollen, sollten Sie auf diese Signale achten:

Hängt vorne am Cockpit eine lange Liste, wer die Maschine von wem geleast hat, der sie wieder von jemand anders geleast hat, dann gleich wieder die Gangway runter.

Hat jeder Sitz eine Beschriftung in einer anderen Sprache, werden Sie mal in Kyrillisch, mal in Arabisch aufgefordert, die Sitzgurte zu befestigen, dann stammt die Inneneinrichtung aus einem Secondhand-Laden, die Technik möglicherweise auch. Schnallen Sie sich wieder los.

Testen Sie, ob die Schwimmweste an ihrem Platz ist, die Gurte und die Gepäckfächer ordentlich schließen. Wenn nicht, dann sind die Sicherheitskontrollen äußerst lax.

Verzögert sich der Start, weil hektische Handwerker an der Maschine herumwerkeln, ist Vorsicht geboten. Die Ansagen der Crew verharmlosen oft den Defekt. Erkundigen Sie sich nach den genauen Ursachen oder verzichten Sie auf diesen Flug.

Rechtlich umstritten ist die Frage, ob der Passagier bei begründeten Sicherheitsbedenken vom Flug zurücktreten und Kostenersatz fordern kann. Im schlimmsten Fall aber sollte Ihnen Ihr Leben ein verfallendes Ticket wert sein.