Dezember 28th, 2006
Wird Ihnen im Flugzeug leicht schlecht, dann sollten Sie beim Buchen beziehungsweise Einchecken um einen Platz in Höhe der Flügel bitten. Hier sind die Bewegungen des Flugzeugs am geringsten zu spüren. Der Grund: Die Flügel bilden die Drehachse des Flugzeugs.
Außerdem sollten Sie sich um einen Fensterplatz bemühen. Sie können dann im Falle eines Falles Ihren Magen beruhigen, indem Sie einen weit entfernten Punkt am Horizont fixieren. Das gibt Ihrem Gleichgewichtssinn einen Bezugspunkt, die Übelkeit lässt so nach. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie bei Tageslicht fliegen.
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Dezember 26th, 2006
Wenn Sie den Urlaub in einem Land mit zweifelhafter Trinkwasserqualität verbringen, dann versteht es sich von selbst, dass Sie lediglich abgepackte Getränke konsumieren.
Wenn Sie in einer Bar oder einem Restaurant ein Getränk zu sich nehmen, dann ist aber auch dann erhöhte Vorsicht geboten, wenn die dargereichten Getränke direkt aus der Flasche kommen. Es können sich nämlich Krankheitserreger aus zwei Quellen einschleichen:
1. Die Eiswürfel wurden aus nicht entkeimtem Wasser hergestellt.
2. Für das Spülen der Gläser wurde verkeimtes Wasser verwendet. Die Gefahr einer Ansteckung ist hier allerdings wegen der geringen Anzahl von Keimen im Glas als gering einzuschätzen.
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September 24th, 2006
Ein leerer Magen hilft nicht gegen die Reisekrankheit, sondern fördert sie. Leichte Kost wie Obst, Gemüse, Salate, Kekse oder Zwieback schaden nicht.
Verzichten soll man aber bereits einen Tag vor Reiseantritt auf starken Kaffee, Alkohol, Nikotin und scharfe, fettreiche Speisen.
Je nach Verkehrsmittel können Reisekranke gegen ihre Probleme angehen:
- Bahn: In Fahrtrichtung setzen. Immer wieder im Gang auf und ab gehen. Beim Blick aus dem Fenster auf den Horizont schauen.
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September 20th, 2006
Zwei Drittel aller Urlauber im Süden oder den Tropen kennen das Problem Durchfall: Bakterien, Würmer oder einzellige Parasiten machen den Stuhlgang zum Gerenne, meist zwischen dem dritten und neunten Tag, manchmal den ganzen Urlaub über. Die ungebetenen Gäste gelangen oft über nicht einwandfreie Nahrung in den Darm. Deshalb sollten Speisen entweder gekocht, geschält oder ganz einfach liegengelassen werden. Was Reisende sonst noch beherzigen sollten:
Auf Eiswürfel im Drink verzichten.
Kein Leitungswasser, sondern gut gekühltes Mineralwasser trinken. Unbedenklich sind auch Säfte, Limonade und Bier aus frisch geöffneten Flaschen, Tee, Kaffee und Wein.
Selbstversorger sollten Wasser grundsätzlich abkochen.
Obst immer schälen oder frisch zu Saft pressen.
Vorsicht mit Wassermelonen: mancherorts werden sie mit Leitungs- oder Flußwasser gespritzt. (Die Injektion erhöht das Gewicht, den Preis und das Risiko.)
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September 15th, 2006
Wer Jetlag nur als unangenehme Nebenwirkung langer Flüge über die Zeitzonen sieht, muss umdenken: Ein Wissenschaftler fand heraus, dass das Gehirn bei chronischen Störungen des Tag-Nacht-Zyklus physisch schaden nimmt.
Dr. Kwangwook Cho von der Universität Bristol in England untersuchte zwanzig Flugbegleiterinnen, die jeweils unterschiedliche Zeit zur Erholung von ihren Jetlags hatten. Mit Magnet-Resonanz-Spektroskopie fand er heraus, dass sich der rechte Schläfenlappen im Hirn bei denen verkleinert hatte, die besonders stark unter der Zeitverschiebung litten.
Gleichzeitig testete Cho räumliches Sehen und Erinnerungsvermögen bei den Frauen. Diese Vorgänge werden von dem rechten Schläfenlappen gesteuert. Er fand, dass die Funktionen bei den stärker Gestressten nachgelassen hatte. Die Untersuchung führte er übrigens an Frauen aus, weil die stärker unter Jetlag-Symptomen leiden als Männer.
Konsequenzen haben Chos Untersuchungen nicht nur für Flugpersonal, sondern auch für Schichtarbeiter und junge Eltern, die unter ständiger Verschiebung ihrer Tag-Nacht-Rhythmen leiden. Sie sollten sich klar machen, dass ihr Gehirn darunter leidet.
Wie man sich nun vor Jetlags schützt, können Sie hier lesen.
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September 15th, 2006
Erfrierungen beginnen fast unmerklich. Die Haut kühlt ab, irgendwann tut sie ein bißchen weh, aber der Schmerz vergeht rasch. Die betroffene Stelle wird gefühllos und taub. Erfrierungen können schon bei Temperaturen über null Grad auftreten. Entscheidend ist der Wind, der die Kälte aggressiv macht. Minus zehn Grad wirken bei Windstärke vier beispielsweise wie minus 30 Grad auf der Haut. Nässe verstärkt den Effekt zudem. Gefährdet sind vor allem Stirn, Wangen, Nase, Kinn, Ohren, Finger und Zehen.
Erfrierungen ersten Grades sind relativ harmlos. Erwärmt sich die Haut wieder, rötet sich das zuvor blasse Gewebe, quillt etwas auf, fühlt sich pelzig an und verfärbt sich in schweren Fällen violett. Die Rötung verschwindet oft innerhalb weniger Stunden. Ausgekühlte Hände und Füße bewegen oder an warme Körperstellen halten, aber auf keinen Fall mit Schnee einreiben (die Eiskristalle können die Haut verletzen und noch empfindlicher machen). Erfrorene Gliedmaßen sollten nach und nach aufgewärmt werden (z.B. Füße in kaltes Wasser halten und heißes Wasser langsam zugießen).
Bei Erfrierungen zweiten Grades wirft die Haut Blasen, schwillt stark an und wird dunkelrot - ähnlich wie bei Verbrennungen. Platzen die Blasen auf , drohen Infektionen durch eindringende Krankheitskeime. Um das zu verhindern, sollten die Blasen auf keinen Fall mit Salben, Cremes oder Lotionen eingerieben werden. Besser sind sterile Verbände.
Bei Erfrierungen dritten Grades verfärbt sich das Gewebe schwarz. Dazu kann es allerdings nur in Extremsituationen kommen.
Unterkühlt der Körper allgemein, reduziert er die Temperatur der Extremitäten, um Herz- und Stamm-Organe zu schützen. Nach dem “Kältezittern” werden die Betroffenen gleichgültig und wirken apathisch. Ab 30 Grad Körpertemperatur droht Bewußtlosigkeit. Unterkühlte müssen in Ruhelage abtransportiert werden.
Zur Vorbeugung:
Ausreichend bewegen
Die Haut gegen Wind abschirmen
Gegen Sonne schützen. UV-Strahlen greifen die Haut an und machen sie damit kälteempfindlicher.
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September 6th, 2006
Im Zuge der Globalisierung gehören häufige Flugreisen ins Ausland für viele Berufstätige zum Alltag. Schnelle Klima- und Zeitwechsel belasten den Körper. Hinzu kommt die psychische Komponente durch die häufige Trennung von Familie und Freundeskreis.
1. Achten Sie auf grundsätzlichen Schutz gegen Infektionen, die Sie sich im Ausland zuziehen könnten. Dazu gehören zumindest Impfungen gegen Kinderlähmung, Diphterie und Wundstarrkrampf. Lassen Sie diese Immunisierung von Ihrem Arzt regelmäßig überprüfen und wenn nötig auffrischen. Wenn Sie regelmäßig in die Tropen oder Subtropen reisen, ist auch eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis A und B wichtig.
2. Beobachten Sie Ihre Körpertemperatur. Fieber ist oft ein Warnzeichen für eine Infektion, z.B. mit dem Malaria-Erreger. Denken Sie auch Tage und Wochen nach Ihrer Rückkehr noch daran. Nehmen Sie die notwendige Prophylaxe ernst, auch wenn Sie sich nur in innerstädtischen Hotels aufhalten.
3. Lernen Sie, mit dem Jetlag umzugehen. Vermeiden Sie geschäftliche Besprechungen am Ankunftstag. Müde sind Sie kein guter Verhandlungspartner. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe, um sich auf das neue Umfeld einzustellen: Legen Sie sich 1 bis 2 Stunden flach hin, um Körper und Nerven zu entlasten.
4. Stellen Sie sich, wenn möglich, schon zu Hause langsam auf den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus und veränderte Essenszeiten ein.
5. Essen Sie mehrere kleine leichte Mahlzeiten. Kohlenhydratreiche Kost, z.B. Nudeln und Brot, fördert den Schlaf, eiweißreiche, z.B. mit Eiern und Käse, macht schnell fit. Trinken Sie viel, aber verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol.
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